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36 Grad und heißer Asphalt: Reifentipps für sichere Fahrt

31.07.2026 11:49 Uhr | Lesezeit: 5 min
BMW auf Bergstrasse im Sommer
Für eine sichere Fahrt in den Urlaub: Gerade im Sommer entscheidet die richtige Wartung darüber, ob Reifen ihre Sicherheitsreserven voll ausspielen können
© Foto: Hankook Tire Europe GmbH

Hitzewellen und Temperaturrekorde beherrschen aktuell die Schlagzeilen. Die hohen Lufttemperaturen und stark aufgeheizte Fahrbahnbeläge rücken auch das Reifenverhalten und die richtige Pflege in den Fokus.

Neu-Isenburg (ots)Beruhigend: Moderne Qualitätsreifen sind für hohe Temperaturen und thermische Belastungen im Fahrbetrieb ausgelegt. Allerdings gilt: Gerade im Sommer entscheidet die richtige Wartung darüber, ob Reifen ihre Sicherheitsreserven voll ausspielen können.

Im Fahrbetrieb entsteht Wärme vor allem durch die permanente Verformung des Reifens in der Aufstandsfläche. Diese sogenannte Walkarbeit nimmt zu, wenn Reifen mit zu niedrigem Luftdruck, hoher Geschwindigkeit oder starker Beladung gefahren werden. Kommen hohe Außentemperaturen und heißer Asphalt hinzu, steigt die thermische Beanspruchung zusätzlich. Hankook empfiehlt deshalb besonders bei Hitzewellen die regelmäßige Kontrolle von Luftdruck, Profiltiefe und Reifenzustand.

Autofahrer sollten den Druck insbesondere vor größeren Touren oder nach längerer Standzeit prüfen, und zwar bei kalten Reifen. Wird bei warmem Reifen gemessen und dann gar Luft abgelassen, kann nach dem Abkühlen ein zu niedriger Luftdruck entstehen. Das erhöht die Walkarbeit, die Wärmeentwicklung, den Verschleiß sowie den Spritverbrauch - und kann die Sicherheitsreserven des Reifens verringern.

Hankook empfiehlt für den Luftdruck-Check:

  • Reifendruck regelmäßig und immer bei kalten Reifen prüfen
  • Angaben des Fahrzeugherstellers beachten. Diese finden sich etwa in der Tankklappe, an der B-Säule oder in der Betriebsanleitung
  • Beladungszustand berücksichtigen, besonders vor Urlaubsfahrten mit viel Gepäck
  • Reifendruck bei voller Beladung der Herstellervorgabe anpassen
  • Keine Luft aus warmgefahrenen Reifen ablassen
  • Warnmeldungen des Reifendruckkontrollsystems beachten; Achtung: nur aktive Systeme zeigen den tatsächlichen Druck an, die üblichen passiven Systeme ersetzen nicht den Check

Heißer Asphalt erhöht die Belastung - regelmäßige Kontrolle hilft

Aufgeheizte Fahrbahnen erhöhen die Temperatur der Reifenoberfläche zusätzlich. Bei intakten, korrekt befüllten und passend belasteten Reifen ist dies im normalen Fahrbetrieb kein Grund zur Sorge. Kritisch kann Hitze jedoch werden, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: falscher Luftdruck, hohe Beladung, lange Autobahnetappen, Vorschäden oder fortgeschrittene Reifenalterung.

Vor längeren Sommerfahrten, insbesondere vor Urlaubsreisen oder Fahrten mit voller Beladung, empfiehlt Hankook deshalb einen einfachen Reifencheck über die oben beschriebene Luftdruckprüfung hinaus. Er hilft, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Leistungsfähigkeit der Reifen zu erhalten.

Sommer-Check vor langen Fahrten:

  • Profiltiefe kontrollieren: ausreichendes Profil unterstützt Fahrstabilität und Nassgrip
  • Sichtprüfung durchführen: den Reifen auf Risse, Beulen, Schnitte oder eingefahrene Fremdkörper prüfen
  • Abriebbild beachten: ungleichmäßiger Verschleiß kann auf falschen Druck, Überlastung oder Fahrwerksprobleme hinweisen
  • Beladung prüfen: Zuladung, Dachbox, Anhänger oder Wohnwagen erhöhen die Reifenbelastung, dann ist ggf. der Reifendruck zu erhöhen (Betriebsanleitung beachten)
  • Reifenalter im Blick behalten: ältere Reifen besonders sorgfältig prüfen (lassen)

Auch Standhitze nicht unterschätzen

Nicht nur während der Fahrt, auch im Stand können Reifen bei Hitzewellen zusätzlich belastet werden. Fahrzeuge, die längere Zeit auf stark aufgeheiztem Asphalt stehen, sind lokaler Wärme, UV-Strahlung und statischer Last ausgesetzt. Das kann insbesondere bei zu niedrigem Luftdruck, hoher Fahrzeuglast oder längeren Standzeiten Standplatten begünstigen und Alterungsprozesse beschleunigen.

Relevant ist das vor allem für Fahrzeuge, die saisonal oder unregelmäßig genutzt werden - etwa Zweitwagen während der Urlaubszeit, Wohnmobile, Caravans, Anhänger oder Flottenfahrzeuge.

Tipps für längere Standphasen bei Hitze:

  • Möglichst schattige oder überdachte Parkflächen nutzen
  • Reifendruck vor längerer Standzeit prüfen. Gegebenenfalls die Hinweise des Fahrzeugherstellers zur Stand- oder Maximallast-Befüllung beachten
  • Unnötige Zusatzlast während der Standzeiten möglichst vermeiden
  • Fahrzeug gelegentlich bewegen
  • Reifen vor Wiederinbetriebnahme auf Risse, Verformungen oder Beschädigungen prüfen
  • Bei Wohnmobilen, Caravans, Anhängern und Transportern besonders auf Last und Luftdruck achten

HASHTAG


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