München (ots) - Auch die Fahrt von längeren Strecken gehört für viele E-Auto-Fahrer inzwischen zur Urlaubsplanung. Mehr als die Hälfte von ihnen würde mit dem eigenen Fahrzeug ein mindestens 500 Kilometer entferntes Urlaubsziel ansteuern: 55 Prozent halten eine solche Distanz für akzeptabel - 2024 waren es noch acht Prozentpunkte weniger. 39 Prozent würden ein Ziel in 500 bis 1.000 Kilometern Entfernung ansteuern, 16 Prozent sogar eines über 1.000 Kilometer hinaus. Reichweite? Mit den aktuellen Modellen längst kein Thema mehr! So ermöglichen beispielsweise die Fahrzeuge der Neuen Klasse von BMW Entfernungen von 800 bis 900 Kilometern.
Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass E-Autos zunehmend in das Leben ihrer Besitzer integriert sind. Das gilt auch für Menschen, die bislang noch kein E-Auto fahren. Denn fast drei Viertel aller befragten Unter-30-Jährigen können sich einen Urlaub mit dem E-Auto vorstellen, während dieser Gedanke nur bei 43 Prozent der Über-60-Jährigen vorhanden ist.
Wie sich Spritpreise auf die Nutzung von E-Fahrzeugen auswirken
Insgesamt bleibt das Auto für die Fahrt in den Urlaub das wichtigste Verkehrsmittel. Fast zwei Drittel der Befragten bevorzugen es für ihre Urlaubsreise. Gleichzeitig verändert sich die Urlaubsplanung. Für 31 Prozent der Autobesitzer war der Anstieg der Spritpreise ein Grund, die eigenen Reisepläne zu ändern. Auffällig: Fast die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen, deren Urlaubspläne sich geändert haben, nennt die gestiegenen Spritpreise als Ursache.
Mit 34 Prozent überlegt schon mehr als ein Drittel, wegen der gestiegenen Preise für Benzin und Diesel im Urlaub ein E-Auto zu nutzen oder anzumieten. Dabei ist die Gen Z im Vergleich mit anderen Altersgruppen am aufgeschlossensten. 62 Prozent sagen, sie hätten zumindest darüber nachgedacht, 40 Prozent wollen für die Ferien ein E-Auto sicher oder zumindest sehr wahrscheinlich nutzen.
"Individualmobilität ist unverändert gefragt - auch im Sommerurlaub. Dabei ist der Umstieg auf E-Mobilität für immer mehr Autobesitzerinnen und -besitzer, aber auch Unternehmen hinsichtlich ihrer Flotten, ein relevanter Schritt", sagt Uwe Hildinger, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung bei Alphabet Deutschland. "Die Treiber sind vielfältig: Eine kontinuierlich steigende Modellvielfalt, die Reduzierung von CO2-Emissionen, aber auch wirtschaftliche Aspekte spielen eine Rolle. Vor dem Hintergrund der hohen Treibstoffkosten kann der Umstieg auf ein E-Fahrzeug signifikante Einsparungen im direkten Vergleich mit sich bringen. Wir beraten daher immer mehr Unternehmen dabei, die Möglichkeiten zu identifizieren."
Playlist oder nicht? Der Unterschied zwischen Verbrenner- und E-Auto-Urlaub
Bei der Vorbereitung des Urlaubs zeigen sich unterschiedliche Gewohnheiten je nach Antriebsart. Besonders anschaulich wird das beim Thema Musik: So erstellen 37 Prozent der E-Auto-Fahrer eine Playlist für die Reise. Bei ihren Pendants bei den Verbrennern zeigen nur 16 Prozent Interesse daran, sich vorab um das musikalische Unterhaltungsprogramm zu kümmern. Auch bei der Routenplanung gibt es unterschiedliche Gewohnheiten. Während 58 Prozent der E-Auto-Fahrer ihre Reiseroute vor dem Start festlegen, sind es bei Besitzern von Benzinern oder Dieseln nur 46 Prozent.