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ADAC Sommerreifentest: 16 Modelle durchlaufen umfangreiches Testverfahren

24.02.2026 09:03 Uhr | Lesezeit: 5 min
ADAC Sommerreifentest 2026
Im ADAC Sommerreifentest werden alle Kandidaten auf dem Handlingkurs an die Belastungsgrenze gebracht
© Foto: ADAC/Marc Wittkowski

An kalten Frühlingstagen oder in der Sommerhitze: Sommerreifen müssen in vielen Situationen gute Fahreigenschaften aufweisen. Dass das nicht jedem Produkt gleichermaßen gelingt, zeigt der aktuelle ADAC Sommerreifentest.

München (ots) - An kalten Frühlingstagen oder in der Sommerhitze: Sommerreifen müssen in vielen Situationen gute Fahreigenschaften aufweisen. Dass das nicht jedem Produkt gleichermaßen gelingt, zeigt der aktuelle ADAC Sommerreifentest in der Dimension 225/50 R17, einer Größe, die häufig bei Mittelklassefahrzeugen zum Einsatz kommt. Neben dem Fahrverhalten und der Bremsperformance auf trockener und auf nasser Fahrbahn fließen auch Umweltprüfungen (zum Beispiel Laufleistung und Kraftstoffverbrauch) in das Gesamtergebnis ein.

In der aktuellen Testrunde können sich drei Modelle eine gute Gesamtbewertung sichern: Der Continental PremiumContact 7 erreicht mit dem Gesamturteil 1,9 die Spitze des Klassements. Er hat zudem mit deutlichem Abstand die beste Bewertung in der Fahrsicherheit, wobei er sowohl auf trockener als auch nasser Fahrbahn nur knapp an einer sehr guten Bewertung vorbeischrammt. Dem Conti folgen der Pirelli Cinturato C3 (Gesamturteil 2,2) und der Goodyear EfficientGrip Performance 2 (Gesamturteil 2,3). Auf dem vierten Platz landet mit dem Firestone Roadhawk 2 (Gesamturteil 2,6) ein Reifen, der eigentlich gute Fahrleistungen aufweist. Die Umweltbilanz (Urteil 3,0) ist allerdings nur zufriedenstellend und kostet eine gute Gesamtbewertung.

Erfreulich für die Verbraucher: Die meisten Testkandidaten sind mindestens bedingt empfehlenswert. Nur auf drei Reifen trifft diese Aussage nicht zu - nämlich auf die Modelle Lassa Revolva (Gesamturteil 3,6), Leao Nova-Force Acro (Gesamturteil 3,8) und Linglong Sport Master (Gesamturteil 4,2). Sie sind in den Fahrleistungen nicht zufriedenstellend und mit Ausnahme des Lassa auch in der Umweltbilanz nur ausreichend. Der Linglong ist dabei ein gutes Beispiel für eine unausgewogene Reifenentwicklung: Er erreicht auf nasser Fahrbahn zwar die beste Einzelwertung im Testfeld (Urteil 1,5), hat auf trockener Fahrbahn aber merkliche Probleme (Urteil 3,8). Schlussendlich enttäuscht der in Serbien produzierte Reifen mit der prognostizierten Laufleistung von nur gut 26.000 Kilometern. Zum Vergleich: Käufer des Drittplatzierten Goodyear dürfen mit einer mehr als doppelt so großen Laufleistung (57.800 Kilometer) rechnen.

Wer sich einen neuen Sommerreifen kaufen will, sollte aus Sicht des ADAC zu einem Produkt greifen, das möglichst ausgewogene Leistungen über alle Kriterien zeigt. Das EU-Reifenlabel allein ist kein Maßstab für die Auswahl eines Reifens: Selbst Reifen mit einem B- oder C-Nasslabel können im Test mangelhafte Leistungen zeigen. Hat man sich für ein Modell entschieden, ist ein Blick auf das Produktionsdatum (DOT-Nummer auf der Reifenflanke) entscheidend: Der ADAC empfiehlt, beim Kauf auf möglichst junge Reifen zu achten, idealerweise nicht älter als zwei Jahre. Hintergrund ist, dass Reifenhersteller ihre Modelle regelmäßig weiterentwickeln und teilweise jede Saison kleinere Verbesserungen einfließen lassen. Ein jüngerer Reifen bietet daher nicht nur die bestmögliche Leistung, sondern profitiert auch von diesen Optimierungen.

 


Weitere Infos zum Sommerreifentest finden Sie auf der Webseite des ADAC.



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