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Radfahrer besser schützen: Nicht den Schulterblick vergessen

26.05.2026 13:39 Uhr | Lesezeit: 3 min
Schulterblick Fahrrad Ampel Kreuzung
Eine neue Kampagne für mehr Sicherheit für Radfahrer startete in Niedersachsen
© Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Immer mehr Menschen sind mit dem Fahrrad unterwegs, gleichzeitig steigt die Zahl der Radfahrer, die im Verkehr sterben. Wie lässt sich das ändern? Verkehrsminister Tonne weiß ein einfaches Mittel.

Hannover (dpa/lni) - Radfahrer leben in Niedersachsen gefährlich: Damit weniger Radfahrerinnen und Radfahrer im Verkehr sterben, startet das Land eine Kampagne für mehr Sicherheit - und setzt auf ein einfaches Mittel: den Schulterblick. "Der Schulterblick dauert weniger als eine Sekunde - aber er kann Leben retten", sagte Landesverkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Etwa großformatige Plakatwände oder Piktogramme auf Straßen sollen die Bedeutung des Schulterblicks beim Abbiegen, an Einmündungen und beim Aussteigen aus dem Auto bewusst machen.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer in Niedersachsen im Vergleich mit 2024 um rund 28 Prozent, wie Landespolizeipräsident Axel Brockmann sagte. Demnach kamen 63 Menschen auf dem Fahrrad ums Leben. "Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen haben", betonte er.

Tonne kündigte an, das Land werde im laufenden Jahr rund 26,5 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Radwegen investieren. Dabei gehe es um 13 Neubauprojekte, insgesamt 46 Abschnitte oder 130 Kilometer Radwege stünden vor der Sanierung. In den vergangenen Jahren wurden landesweit nach Angaben des Ministeriums jährlich zwischen 20 und gut 22 Millionen Euro investiert.

 

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