Wie electrive, das Branchenportal, berichtet, hat Shell in London mit dem "Triple 10 Challenge Concept Car" ein Elektroauto-Konzept vorgestellt, das als Technologieträger für die nächste Generation von E‑Fahrzeugen dienen soll.
Ziel ist es, neue Wege jenseits immer größerer Batterien aufzuzeigen und stattdessen Effizienz und Thermomanagement in den Mittelpunkt zu stellen. Der Name steht für drei zentrale Zielwerte: eine Ladezeit von unter zehn Minuten, eine Effizienz von 10 Kilometern pro Kilowattstunde sowie ein CO₂‑Fußabdruck von rund zehn Tonnen über den gesamten Lebenszyklus.
Im Fokus steht eine neu gedachte Kühltechnologie: Mit einem dielektrischen Thermalfluid und einer vereinfachten Einkreis-Kühlarchitektur können Batterie und Antrieb effizienter temperiert werden. Dadurch wird schnelleres Laden ermöglicht, während gleichzeitig Gewicht und Komplexität reduziert werden.
Das Konzeptfahrzeug erreicht eine Ladezeit von rund 9 Minuten und 54 Sekunden für den Bereich von 10 auf 80 Prozent – und das mit einem vergleichsweise üblichen 175‑kW‑Schnelllader statt extrem leistungsstarker Infrastruktur. Gleichzeitig steigt die Energieeffizienz um über 30 Prozent gegenüber vielen heutigen Elektroautos.
Shell versteht das Fahrzeug als realitätsnahen Demonstrator: Die eingesetzten Technologien sind bereits verfügbar und skalierbar. Ziel ist es, eine nachhaltigere, kosteneffizientere und massentaugliche Elektromobilität zu ermöglichen, die mit kleinerem Akku auskommt und dennoch hohe Reichweite sowie schnelle Ladezeiten bietet.
Shell zeigt "Triple 10 Challenge" Konzeptfahrzeug
Mit dem "Triple 10 Challenge" Konzeptfahrzeug präsentiert Shell ein kompaktes E‑Auto, das hohe Effizienz, schnelles Laden und geringe CO₂‑Emissionen vereinen soll. Der Schlüssel liegt dabei in einem neuartigen Thermomanagement statt in größeren Batterien.